
St. Jakob-Park, Basel
Das gesamte Projekt St. Jakob-Park umfasst ein multifunktionales Fussballstadion mit 31 500 überdachten Sitzplätzen, einen neungeschossigen Hochbau als Seniorenresidenz, ein Einkaufszentrum und ein Parkhaus unter dem Spielfeld. Die Tragwerkskonstruktionen für das Stadiondach und die Fassaden sind in Stahl ausgeführt. Der Hochbau sowie die Untergeschosse sind in Ortbeton erstellt, die Tribünen bestehen aus vorgefertigten Einzelteilen.
Das Erscheinungsbild des Gesamtwerks wird geprägt durch das weit ausladende Tribünendach. Allein durch seine Abmessung mit einer stützenfreien Auskragung von 23 m ist das Stadiondach eine aussergewöhnliche Konstruktion.
Aufgrund von Windkanalversuchen wurden die Windeffekte auf die Tragsicherheit der Dachkonstruktion, auf das Mikroklima im Inneren des Stadions und auf den Benützerkomfort beurteilt. Mit diesen Untersuchungen, die für Fussballstadien eine Neuheit und damit eine spezielle Herausforderung darstellen, konnte einerseits die Dachstruktur unter Berücksichtigung extremer Windbelastungen optimiert werden, andererseits waren die Ergebnisse der Versuche von zentraler Bedeutung für die Sicherstellung des Benützerkomforts.
Das gesamte Projekt St. Jakob-Park umfasst ein multifunktionales Fussballstadion mit 31 500 überdachten Sitzplätzen, einen neungeschossigen Hochbau als Seniorenresidenz, ein Einkaufszentrum und ein Parkhaus unter dem Spielfeld. Die Tragwerkskonstruktionen für das Stadiondach und die Fassaden sind in Stahl ausgeführt. Der Hochbau sowie die Untergeschosse sind in Ortbeton erstellt, die Tribünen bestehen aus vorgefertigten Einzelteilen.
Das Erscheinungsbild des Gesamtwerks wird geprägt durch das weit ausladende Tribünendach. Allein durch seine Abmessung mit einer stützenfreien Auskragung von 23 m ist das Stadiondach eine aussergewöhnliche Konstruktion.
Aufgrund von Windkanalversuchen wurden die Windeffekte auf die Tragsicherheit der Dachkonstruktion, auf das Mikroklima im Inneren des Stadions und auf den Benützerkomfort beurteilt. Mit diesen Untersuchungen, die für Fussballstadien eine Neuheit und damit eine spezielle Herausforderung darstellen, konnte einerseits die Dachstruktur unter Berücksichtigung extremer Windbelastungen optimiert werden, andererseits waren die Ergebnisse der Versuche von zentraler Bedeutung für die Sicherstellung des Benützerkomforts.

Konstruktion
Bemerkenswert an diesem Stadion ist die klare Konstruktion mit einfacher Detailausbildung. Die Tragkonstruktion des Daches besteht aus 74 Stahlfachwerk-Hauptträgern, im Abstand von ca. 8 m. Diese 26,5 m langen, nach innen um 23 m auskragenden Konsolen mit 3,7 m Scheitelhöhe stehen im Zuschauerbereich auf möglichst schlanken Schrägstützen und sind am Aussenrand zugverankert. Die obere und die untere Dachhaut aus Profilblechen werden durch Pfetten aus gerollten Z- und Sigma-Profilen getragen. Als Innenrandträger wurden Stirnfachwerke aus HEA- und UNP-Profilen eingesetzt. Zahlreiche Dach- und Vertikalverbände aus DETAN-Zugstäben dienen der Aussteifung und Stabilisierung des Tragsystems und seiner Teile.
Die Gurtstäbe des Fachwerks bestehen aus liegenden Profilen HEA 180 bis HEB 240. Mit den Fachwerk-Füllstäben aus Profilen IPE 180 bis IPE 220 ergaben sich die erwünschten einfachen Knotenanschlüsse, grösstenteils ohne zusätzliche Bleche. Als Stahlqualität wurde S355 verwendet.
Ein gut durchdachtes Montagekonzept brachte entscheidende Vorteile: Das Tribünendach wurde abschnittweise am Boden vormontiert und mit der Untersicht-Verkleidung versehen. Dadurch konnte für die Fertigstellungsarbeiten nach dem Anheben per Pneukran auf teure Gerüstungen und Absturzsicherungen verzichtet werden. Lediglich in den unregelmässigen Eckbereichen wurde mit Skyworkern gearbeitet.
Im Fassadenbereich besteht das Tragwerk aus Stahlhohlprofilen in Pfosten-Riegel-Bauweise; diese ruhen auf Halteschuhen, die in der Beton-Unterkonstruktion verankert sind.
Verkleidung
Die Aussenfassaden und äusseren Schrägdächer sind mit 4360 Polycarbonat-Lichtkuppeln verkeidet, die über eine Zwischenkonstruktion aus Aluminium auf das Fassadentragwerk geklemmt sind. Der transparente Kunststoff verleiht dem Stadion ein leichtes und futuristisch anmutendes Aussehen. In der unteren Dachhaut der Dachkonstruktion wurde eine Schallisolation eingebaut.
Bemerkenswert an diesem Stadion ist die klare Konstruktion mit einfacher Detailausbildung. Die Tragkonstruktion des Daches besteht aus 74 Stahlfachwerk-Hauptträgern, im Abstand von ca. 8 m. Diese 26,5 m langen, nach innen um 23 m auskragenden Konsolen mit 3,7 m Scheitelhöhe stehen im Zuschauerbereich auf möglichst schlanken Schrägstützen und sind am Aussenrand zugverankert. Die obere und die untere Dachhaut aus Profilblechen werden durch Pfetten aus gerollten Z- und Sigma-Profilen getragen. Als Innenrandträger wurden Stirnfachwerke aus HEA- und UNP-Profilen eingesetzt. Zahlreiche Dach- und Vertikalverbände aus DETAN-Zugstäben dienen der Aussteifung und Stabilisierung des Tragsystems und seiner Teile.
Die Gurtstäbe des Fachwerks bestehen aus liegenden Profilen HEA 180 bis HEB 240. Mit den Fachwerk-Füllstäben aus Profilen IPE 180 bis IPE 220 ergaben sich die erwünschten einfachen Knotenanschlüsse, grösstenteils ohne zusätzliche Bleche. Als Stahlqualität wurde S355 verwendet.
Ein gut durchdachtes Montagekonzept brachte entscheidende Vorteile: Das Tribünendach wurde abschnittweise am Boden vormontiert und mit der Untersicht-Verkleidung versehen. Dadurch konnte für die Fertigstellungsarbeiten nach dem Anheben per Pneukran auf teure Gerüstungen und Absturzsicherungen verzichtet werden. Lediglich in den unregelmässigen Eckbereichen wurde mit Skyworkern gearbeitet.
Im Fassadenbereich besteht das Tragwerk aus Stahlhohlprofilen in Pfosten-Riegel-Bauweise; diese ruhen auf Halteschuhen, die in der Beton-Unterkonstruktion verankert sind.
Verkleidung
Die Aussenfassaden und äusseren Schrägdächer sind mit 4360 Polycarbonat-Lichtkuppeln verkeidet, die über eine Zwischenkonstruktion aus Aluminium auf das Fassadentragwerk geklemmt sind. Der transparente Kunststoff verleiht dem Stadion ein leichtes und futuristisch anmutendes Aussehen. In der unteren Dachhaut der Dachkonstruktion wurde eine Schallisolation eingebaut.

Oberflächenschutz Tribünendach
Strahlreinigung Sa 2½, 70 my Grundbeschichtung 2K-Zinkstaub FH, 60 my 2K-Polyurethan- Deckbeschichtung im Werk, artgleiche Ausbesserungen nach Montage auf der Baustelle. Dachpfetten und Stirnfachwerke feuerverzinkt.
Brandschutz
Für das Stahltragwerk erübrigten sich Anforderungen an den baulichen Brandschutz.
Bauvolumen
Kosten der Gesamtanlage 220Mio. Fr.
Realisierung
Strahlreinigung Sa 2½, 70 my Grundbeschichtung 2K-Zinkstaub FH, 60 my 2K-Polyurethan- Deckbeschichtung im Werk, artgleiche Ausbesserungen nach Montage auf der Baustelle. Dachpfetten und Stirnfachwerke feuerverzinkt.
Brandschutz
Für das Stahltragwerk erübrigten sich Anforderungen an den baulichen Brandschutz.
Bauvolumen
| Rauminhalt | 390 000 m3 SIA 116 |
| Gebäudegrundfläche | 28 150 m2 |
| Stahltragwerk: | |
| Dachkonstruktion | 735 t |
| Fassaden | 335 t |
| übrige Teile | 110 t |
Kosten der Gesamtanlage 220Mio. Fr.
Realisierung
| Projektierung | 1996, 1998 |
| Baubeginn | 1998 |
| Beginn Stahlbaumontage | 23. Juni 2000 |
| Erstes Fussballspiel | 15. März 2001 |
| Stadion-Einweihnung | 30. Juni 2001 |